Die Kleidung

Die richtige Kleidung

Einführung

Im Wald oder auf der Wiese sind es keine konstanten 25 ℃ mit 50 % Luftfeuchtigkeit, wie wir es meist in den Häusern bevorzugen. Draußen ist es mal sonnig warm, mal schattig kühl, es fängt plötzlich an zu nieseln, es ist neblig oder windig oder oder oder. Diese Vielfalt ist etwas ganz Besonderes und erfordert entsprechende Kleidung.

Nachfolgend findet ihr ein paar nützliche Tipps für die richtige Kleiderwahl, sortiert nach den vier Jahreszeiten.

Winterkleidung

Im Winter ist das Zwiebelsystem das A und O. Viele Schichten Kleidung ergeben viele Möglichkeiten. Andererseits sollte darunter wiederum die Beweglichkeit nicht leiden. Als erste Schicht sollte daher eine Strumpfhose getragen werden, darüber eine warme flexible Hose und als äußere Schicht dann eine gefütterte Schnee- oder Matschhose.

Für den Oberkörper gilt das gleiche Prinzip. Als untere Schicht sollte ein Unterhemd oder T-Shirt getragen werden, darüber etwas mit langen Ärmeln, dann eine Fleece-Weste (darüber ziehen meine Kinder oft noch eine ärmellose Weste an). Als letzte Lage kommt zum Schluss dann die wasserundurchlässige Regen- oder Schnee-Jacke. Wenn die Temperaturen vom kalten Morgen in den wärmeren Mittag übergehen, können wir so auf die warme Zwischenhose oder die ein oder andere Lage verzichten. Der Vorteil an Zweiteilern ist, dass ich den Kindern beim Wickeln nicht die warme, obere Kleidung ausziehen muss.

Frühlingskleidung

Im Frühling verzichten wir nach und nach auf eine Lage oder ersetzen sie durch eine dünnere. Wenn es wärmer wird, wollen wir versuchen selber Pipi zu machen. Je einfacher sich die Kleider ausziehen lassen, umso schneller stellen sich auch hier die Erfolge ein.

Sommerkleidung

Im Sommer brauchen die Kinder leichte und weite, luftige Kleidung. Langärmelige Oberteile und Hosen bieten den Vorteil, dass sie gut gegen die Sonne und gut gegen Zecken schützen. Wenn ihr Kind diese Kleidung akzeptiert, würde ich Ihnen dazu raten. Arvid, meinem Ältesten war das jedoch oft zu heiß und somit blieb nur kurze Hose und T-Shirt in Kombination mit viel Sonnencreme und regelmäßiger Zeckenkontrolle. Dabei hat er sogar schon mit anderthalb Jahren selbst mitgeholfen.

Ganz wichtig ist auch ein Hut oder eine Mütze gegen die Sommersonnenhitze. Mein Sohn trägt in dem Fall, wie auch ich, einen Strohhut. Der ist gut durchlüftet und hält die Sonne gut ab.

Herbstkleidung

Im Herbst sind die wichtigsten Funktionen für die Kleidung, bestmöglich vor Wasser und Wind zu schützen. Im Herbst bestimmen nicht selten über Wochen unbeständige bis feuchte Wetterlagen unseren Alltag. Für diese Situationen ist es dann auch von Vorteil, mehrere Monturen dabei zu haben, um die anderen in Ruhe trocknen zu lassen. Das schont zudem das Material.

Lederhosen als Alternative

Als Alternative zur klassischen Gummihose können wir gut gefettete, weite Lederhosen empfehlen. Wir haben eine Schneiderin entdeckt, die diese sehr günstig näht und übers Internet verkauft. Bei Interesse kann ich gerne den Kontakt herstellen. Mein Sohn Arvid trägt seine Lederhose nun schon über ein Jahr und gibt sie bald an seinen kleinen Bruder weiter.

Die Hose hat schon einiges miterlebt. Vom regelmäßigen Springen in Pfützen oder Runterrutschen von Hängen. Schon bevor er laufen konnte ist er im besten Armeestiel mit der über Wiesen und sogar auf Pflastersteinen umher gerobbt. Einfach unschlagbar diese Hose!

Mehr als nur Schuhe

Darüber hinaus sind die richtigen Schuhe ein essentieller Punkt. Kinder nutzen Ihre Schuhe meist viel intensiver als Ihre Eltern. Sie rennen unentwegt, gehen in die Hocke, auf die Knie, setzen sich hin, dann geh es wieder auf und das hunderte Male am Tag.

Meine Kinder haben daher immer sehr dünne und weiche Sohlen, damit sie alle Bewegungen von Beginn an spüren und diese dadurch besser erlernen können. So hat die Muskulatur die Chance sich richtig auszubilden und den Fuß bestmöglich zu unterstützen. Das gilt sowohl für die Halbschuhe, die gefütterten Winterschuhe so wie Gummistiefel und Winterstiefel. Sogar die Hausschuhe sind nur aus ganz leichtem Leder.

Aber das Allerbeste ist Barfußlaufen. Es dauert seine Zeit bis sich die kleinen Füße an den Boden gewöhnt haben, doch dann geht es schnell und die Kinder genießen das Laufen durch feuchtes Gras, das Gefühl von Sand und Matsch zwischen den Zehen oder die Wärme des Bodens nach dem man aus einem kalten Bachlauf gestiegen ist. Diese Tastempfindungen und diese Freiheit an den Füßen bereichert die Sinne unendlich und die Kinder sind Ihren Füßen noch viel Näher als wir es sind.

…außerdem

Gute gebrauchte Kleidung von hoher Qualität ist darüber hinaus oft die bessere Alternative zu günstiger Discounter-Ware.